Der Chorleiter

Bernd Scharfenberger (*1979) studierte von 2000 bis 2006 Kirchen- und Schulmusik an der Stuttgarter Musikhochschule. Ab 2003 wurde sein Studium durch ein Stipendium der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk gefördert. Im Anschluss studierte Bernd Scharfenberger bis 2008 Dirigieren an der Musikhochschule Freiburg sowie Lehramt Deutsch an der dortigen Albert-Ludwigs-Universität.

Bernd Scharfenberger verschrieb sich schon in jungen Jahren der Vokalmusik und gründete als Siebzehnjähriger das Vokalensemble Schola horti paradisi mit Schwerpunkt Gregorianik, das er über 20 Jahre leitete. Als Student initiierte Bernd Scharfenberger 2003 die bis 2015 jährlich stattfindenden Deidesheimer Chortage, bei denen sich unter der künstlerischen Leitung von Prof. Morten Schuldt-Jensen regelmäßig Chordirigenten aus dem In- und Ausland fortbildeten.

Nach Leitung verschiedener anderer Chöre wurde Bernd Scharfenberger 2009 zum Nachfolger von Prof. Martin Gotthard Schneider als Leiter der Heinrich-Schütz-Kantorei ernannt, die zu den renommierten Freiburger Konzertchören zählt. Mit diesem Chor führte er bis 2017 ein umfangreiches oratorisches Repertoire auf. 

2017 initiierte er gemeinsam mit  Anja Schaffrath-Frick
VokalWerk Stuttgart e.V.,  dessen musikalische Leitung er seither innehat.









Gedanken zum Chor von Bernd Scharfenberger

"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen, sagt Hesse. Ich versuche allerdings, das Unmögliche stets nur gering über dem Möglichen zu verorten. Wenn das gelingt, ist der Weg für qualitative Fortentwicklung frei."



"Ich liebe es einfach, aus einem Wirrwarr von Einzelstimmen einen homogenen Chorklang herzustellen. Wenn sich im Konzert die Stimmen vereinen und man die Früchte von monatelanger Arbeit ernten kann, ist das ein magischer Moment für mich." 

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"Eine neue Sängerin unserer Chores schrieb mir nach unserem Weihnachtskonzert, sie habe ihren 24-jährigen Sohn mit ins Konzert "geschleppt", der ansonsten niemals ein Chorkonzert besuchen würde. Er habe mehrmals eine Gänsehaut bekommen und fragte nach dem nächsten Konzerttermin. Wenn so etwas gelingt, zeigt es, dass man die Menschen mit der Musik erreicht hat. Das ist das Wichtigste überhaupt."

"Chorleiter und Köche eint die Kunst des guten Timings: Wenn ich das Steak auflege, aber die Kartoffeln noch nicht geschält habe, ist das Gericht dahin. Ebenso muss ich als Dirigent wissen, wann ich welche Stellen probe. Manches braucht eine lange Vorlaufzeit, anderes muss extrem frisch "gekocht" sein, um im Konzert zu funktionieren."

"Natürlich sind wir noch ein junger Chor. Das bedeutet aber auch: Wir sind frei von Routine. Festgefahrene Erwartungen, wie sich sich vielleicht in manchem Traditionschor finden, kann man bei uns nicht erleben. Wir haben einen hervorragenden Spirit im Chor. Und wir sind alles, außer verstaubt." 

 "Inzwischen habe ich viele Chöre von innen erlebt, sowohl als Sänger wie auch als Dirigent. Das VokalWerk würde ich durch und durch als modernen, offenen Chor bezeichnen, der hinsichtlich Seriosität und Anspruch aber keinem anderen nachsteht."